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June 13

Update

So, sorry für die Verspätung... aber mi hats nimma gfreit...
bei mir hats sie im 2. semester eh nimmer viel tan...
bin dzt. in Österreich und schau mi um an Praktikumsplatz um.
Am 9. kommt dann meine Freundin nach...ein Lichtblick
Hab des mitm Tommy erst gestern erfahren, i werd nan auf jeden Fall immer bei mir im Herzen haben
 
lg christoph
 
 
February 08

back in action

So Kinder, jetzan bin i wieder z´Tallinn und bin bei zwei Französinnen eingezogen, Caroline und Elodie... beide sehr nett
Mittlerweile hab ich auch schon Kontakt mit dem schwulen Nachbarpärchen hergestellt, die mich natüüürlich aufs herzlichste begrüsst haben
Die neuen Erasmusstudenten haben auf den ersten Blick nie und nimmer das Potenzial der alten, aber ich lass mich überraschen, vielleicht is ja was gutes dabei.
Um in meine Wohnung zu kommen brauche ich nicht weniger als 5 Schlüsseln, was allerdings sehr positiv is, weil gestern hat irgendso ein Junkie das Geschäft unter uns aufgebrochen.
Der Empfang in Tallinn war sehr "angenehm", man glaubt ja gar nicht wer einen soooo sehr vermisst hat... da waren leute dabei die hab ich noch nieeeeee (zumindest nüchtern) gesehen.
Mittlerweile weiss ich auch was -29 Grad bedeuten. Nämlich: brrrrrrrrrrrrr!
so, und weil kein Nejc anwesend is, muss ich diesen Part übernehmen:
Aaalso, Montag die erste Party: Alle benehmen sich anständig um einen guten Eindruck zu hinterlassen, nicht so der Herr Götzendorfer. Der muss, wie es seine Natur vorherbestimmt hat, mit den neuen Franzosen Vodka trinken (neuer Rekord: 4 Personen, 1 Flasche, 4 Minuten 30)...
Und nun ein Tipp eines weitgereisten Mannes: Wenn man schon so gampig is, immer versichern, dass die Türe zur Toilette auch wirklich zugesperrt is!  Am Dienstag hat mich dann mein "Schwesterlein" Olga gfragt, wies mir im Havana gefallen hat. Gut, ich kann mich noch dunkel erinnern, dass ich dort war, aber anwesende Personen konnte ich im Nebel des Alkohols nicht mehr rekonstruieren.
Heute gehts dann ab in unsere Wohnung Geburtstag feiern von einer neuen Studentin (wieso auch immer bei uns) und am Freitag dann offizielles Welcome von da Uni...
 
Im Übrigen hab ich ein neues Spiel erfunden: das allseits beliebt Vodka-versenken! Gspielt wirds wie Schiffe versenken, jedoch auf dem Boden mit einer grossen Wand und grossem Spielfeld und statt "treffen" und "versenken" gibts halt "Do dna!" oder auf gut deutsch "Auf Ex!".
Lustig, musste mal ausprobieren!
 
Nebensächlich: Kurse gut, Uni auch, werd wieder gute Noten schreiben
(und mein Internet geht nu ned, (Bertl, wannst des liest mail ma moi, wie so ein WLan funktioniert, i find des nit) also nur Kommunikation via mail, wenns mit mir reden wollts)
 
es grüsst aus dem eisigen Norden
ein leicht verschnupfter, aber sonst unbesonnener
Christoph (Christoph steht im russischen übrigens für katastrofa und im französischen für catastrophe)
January 15

Österreich

So Kinder, bin jetzt seit 22.12 in der Heimat. Viel hat sich nicht verändert... Weihnachtszeit war wieder mal sehr angenehm und familiär, Silvester hab ma in Passau verbracht, was auch ziemlich lustig war.
Jetzt wo aber all meine Kollegen in Wien/Linz/Sbg und wo auch immer sind, bin ich
nah der Verzweiflung: Was zu tun? Es wird scho ziemlich langweilig, wenn man sich erst mal an das ERASMUS Leben
gwohnt hat... vorallem in Osteuropa
 
Aber nichtsdestotrotz fahr ich heute nach Wien um unsere Hauptstadt unsicher zu machen...
 
Bis zum nächsten Wiedersehen
verbleibe ich mit einem dreifachen
Zicke Zacke
 
bis bald
December 19

SCHNEE!

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Am 19. Dezember liegt erstmals Schnee in Tallinn. Da kommen ja direkt weihnachtliche Gefühle auf!

Ansonsten genieß ich hier noch meine verbleibende Zeit recht ruhig (na, eh ned) und freu mich auf die Heimat!
Aufregendes hab ich in letzter Zeit nicht erlebt (na, eh ned), so bin ich zB mitten mit zwei Russinen in eine englische Junggesellenabschiedsfeier hineingeraten und bin am nächsten morgen im Hotel aufgewacht oder hab durch schleimigste Flirterei eine Note von B auf A gebracht und solche Späße...

Die verbleibende Tage verbringe ich mit Spa, Feiern und Kekse backen (na, eh ned)...

Ich wünsche euch allen noch eine friedliche Adventszeit und ein frohes Fest,
Gruß
Christoph

(ps: neue fotos sind online)


December 04

4 Hochzeiten und 1 Todesfall

Soderler, die Hochzeit von Urska und Nejc is endlich auch überstanden
und die Feier war hier, Holla, die Waldfee! Das Student Council hat hier ganz nett
außerhalb von Tallinn ein Landgut reserviert, das vorbereitet war wie bei einer richtigen Hochzeit.

Urska und Nejc waren in traditioneller estnischer Tracht, sprich die haben ausgeschaut wie Zigeuner.
Ich, als best man, übernahm dann überraschenderweise die Moderation des Abends, weil die Estin keine Stimme mehr hatte. Das Feedback war durchwegs positiv, und so spielten wir dann amüsante Spiele:
Z.B mussten drei Frauen bei drei Männern auf Zeit Eier von den einem Hosenbein ins andere und retour transportieren. Zu Essen gabs auch gaaaanz typisch „estnisch“ Sauerbraten mit Sauerkraut und Brautkartoffeln. Nejc und mir wurde aufgetragen bis zwölf Uhr nicht allzu besoffen werden, was wir auch mit Bravour gemeistert haben (ja, wirklich!). Wir fuhren dann allesamt ins Angel (ja richtig, der Schwulenclub) und feierten da, ich ging aber dann bald mal nach Hause, weil noch immer im Anzug unterwegs und a bisserl müde. Am nächsten Tag wollt ich eigentlich zu Hause bleiben, aber nein…

(Bin aufgewacht im Russenviertel, irgendwo im sozialistischen Plattenbau neben mir zwei Frauen, daheim warteten wieder zwei Frauen in meinem Bett, die Christoph rein gelassen hatte und ich hatte ordentlichst Erklärungsbedarf. Aber keine Sorge, war brav! (fast ganz) )

 

So und nun zu den unangenehmen Seiten des Lebens: Wie erst kürzlich erfahren, wurde an dem Tag unseres Junggesellenabschiedes im Hollywood, wo wir auch waren, eine junge Frau vergiftet, die auch dort starb. Das arge: Keiner kriegte irgendetwas mit, und man erfuhr davon aus der Zeitung. Anscheinend ist das der dritte Todesfall im Hollywood, aber die Esten kommen nicht drauf den Schuppen mal zuzudrehen.

Und heute habe ich erfahren wurde dann mein Lieblingsitaliener, wirklich ein sehr angenehmer Zeitgenosse, von fünf Russen verknüppelt und verhaut. Richtig feige, zu fünft mit den Füßen ins Gesicht! Nähers is noch nicht bekannt, er ist noch zu geschockt und will sich nicht daran erinnern. Sein Gesicht schaut fürchterlich aus, einige Zähne haben sich verabschiedet und sein Vater flog dieses Wochenende ein. Er wird voraussichtlich Estland abbrechen und zurück nach Italien fliegen.

 

Jeder ist über die Vorfälle hier aufs Tiefste erschüttert, und es schaut so aus als ob der Depressionen hier (vor allem von Nejc und mir) keiner fortgeht diese Woche.

 

Jetzt freu ich mich dann wirklich schon auf das sichere Österreich,

bis dahin hoffe ich auf Polonium 210-freie Verpflegung,

ganz dickes Busserl

Christoph

November 30

Junggesellenabschied, Heimweh und sonstige Merkwürdigkeiten

Ja, guten Tag allerseits.

Da der Este an und für sich nicht von Haus aus zu den lustigen Menschen zählt, erfinden sie immer lustige Anlässe um auch lustig zu sein. (Böse Zungen behaupten ja auch, die Deutschen feiern ihren Karneval ja nur, damit sie einmal, nur ein einziges Mal, im Jahr lustig sein können und lachen dürfen.)
Nun gut, unsere Esten vom Student Council veranstalten dafür alljährlich eine "Estonian Wedding", bei der zwei Erasmusstukadenten "heiraten", ob sie nun wollen oder nicht. Überraschenderweise müssen dieses Jahr unsere zwei Slowenen, Urska und Nejc ran an den Speck. Nachdem ich natürlicherweise als best man von Nejc herhalten muss, was mich mit Stolz erfüllt,  war die Bachelorparty sprich Junggesellenabschied bei uns in der Wohnung, vorerst. Nachdem unser lieber Nejc ja unbedingt schon vorher eine Flasche Wein vernichten musst, bei uns in der Wohnung dann einige Wodkashots und auf dem Weg von meinem bescheidenem Heim zur Uni (nüchterne Gehzeit: 5 Minuten) eine ganze Flasche Rum sich einverleiben musste, war von ihm wenig über was an ein menschliches Wesen erinnert. Die estnischen Organisatoren gaben ihm einen Zettel in die Hand, den er lesen sollte. Nejc (ganz trocken): Can´t read these funny letters. Ich also wieder herhalten müssen, mich hinter Nejc gestellt und laut vorgelesen, er nur die Lippen bewegt. Dann weiter in eine Bar, ich aber dann schon soooo angefressen auf die Organisatoren, weil da nix hinghaut hat, bin dann in eine andere Bar abgebogen (richtig: zu dem Weibsvolk, Junggesellinnenabschied, das war richtig lustig), während die Jungs in einer Stripbar versifft sind. Im Hollywood sind dann beide Gruppen, also Jungs und Weibsvolk, zusammengetroffen, aber wo ist Nejc??? Der hat es geschafft, dass er an seinem Junggesellenabschied um 11 Uhr heimgebracht werden musste, weil sein Verhalten untragbar war. Hihi. Ich also auch bald heim und mal ordentlich ausgeschlafen, was ja doch recht komisch für mich an einem Samstag ist, aber bitte. So, nun kommt da um 10/11 Uhr vormittags eine Frau in mein Zimmer, ganz in weiß. Im blinzeln hab ich mir ausgemalt wer das sein könnte, doch es war "leider" nur Urska, die natürlich wieder mal nicht in ihre Wohnung hineinkonnte, weil ihr Freund zu besoffen war und folgerichtig bei uns schlief. Also erstmal Kaffee und Tschik (die heißen auch so in Slowenien), und Nejc anrufen. Der ist um 11 Uhr vormittags nach einem Sensationsrausch am Poker spielen und will Urska partout nicht abholen, weil er keine Schlüssel für die Wohnung hat. Nach langem Hin und Her holte er sie dann doch ab und der Schlüssel tauchte auch wieder bald auf. Fotos vom Abend stell ich bei Gelegenheit bald ins Wörld Weid Wäb.

Nachdem ich die letzten drei Tage ziemlich beschäftig war mit Unizeugs und James Bond (der ihm übrigend unbedingst von allen angeschaut werden muss, weil echt gut) überkam mich gestern ein Gefühl, das ich bis dato nicht kannte: Heimweh!
Hier eine Liste für allen denens genauso geht:
- "Hoamweh" - Ausseer Hardbradler
- "Wilds Wasser" - Die Seer
- "Weit weit weg" - HvGoisern
- "Manchmal denk i nu an di" - Fendrich (und dabei ganz,ganz fest an Frau Mirjam Weichselbraun denken, das hilft)
- "I bin aus Österreich" - STS
und natürlich, auf vollen Anschlag, mitgröhlend, Fahne schwinkend: "I Am From Austria"!
Jedenfalls hab ich gestern gemeint ich könnte mein Heimweh in Alkohol ertränken, was auch mein heutiges Kopfweh erklärt. Aber natürlich muss der Herr Christoph sich für heute ein Gruppenmeeting um 12 Uhr ausmachen. Erfolg: schulisch gesehen nix, aber die hübsche Natasha hat mich immerhin in ihr Restaurant eingeladen, dem werd ich bald mal nachkommen. (Die war wohl letztes jahr in Österreich, und redet mich nurmehr mit "Schatzi" an, ganz toll!)
Was das Leben hier in Tallinn die Krone aufsetzt ist das Wetter! Seit einem Monat hab ich keine Sonne mehr gesehen, heute wurds um zwei Uhr nachmittags dunkeln, wer soll denn da nicht zum Alkoholiker aus Leidenschaft werden?!? Und das schlimmste wäre ja nicht die Abwesenheit der Sonne, nein, wenns wenigstens Schnee gäbe, aber nein, nur Wind.

Am Montag und Dienstag war ja Schurli Bush z´Tallinn, was ich eigentlich nicht wirklich gemerkt hätte, wenn nicht Securites zu Hauf in der Stadt ihr Unwesen getrieben hätte und keine Bombendurchsuchungen in der Uni stattgefunden hätten. Am besten fand ich aber persönlich den Hinweis des estnischen Innenministeriums: Koane abrupten Bewegungen machen, dann wird schon keiner erschossen.
Gott seis gedankt und der Cowboy is dann auch bald wieder los und das Leben auf den Straßen geht weiter wie gewohnt (also jaaaa nicht lachen auf Straßen, das kennt der gemeine Este nicht)

Da ja in Österreich schon die nächste Staffel "Starmania" angelaufen is und ich es nicht verfolgen kann, was ja weiterhin gar nicht schlimm war, aber die "Leider nein!" doch verfolgen möchte, hier ein Tipp für alle Ex-Patriates: YouTube! meinen persönlichen Favorit gibts hier: http://youtube.com/watch?v=PWJBFACLpNs&search=Starmania%202006%20Salzburg%20Casting%20Spiegel%20Forcher%20Ballwein

Im Übrigen gehts mir gut, auf der Uni gehts mit den Noten weiterhin bergauf, und ich hab den jungen Goethe ein zweites Mal für mich entdeckt (na, eh ned) und heute findet die "Hochzeit" statt, hoff ich werds überleben.

Bis bald,
grüßts mir die Heimat (noch 22 Tage bis ich österreichischen Boden betreten darf),
ganz, ganz fette Zwickerbussis aus Tallinn
Christoph v. Götzendorfer

November 23

Stell Dir vor...

Stell dir vor, du wachst neben deiner Freundin auf. Du weisst noch, dass gestern das Studentcouncil das 11-jährige Bestehen gefeiert hat. Um deinen Hals is ein weisser Damenschal, sonst nackt. Dann siehst du deine Jean, deren Taschen mit einem Messer zerschnitten worden sind. So, du realisiert dann schön langsam, dass da was war gestern. Deine Uhr... weg! Deine Geldtasche... weg! Deine Schlüssel... weg! Und du kannst dich an nichts erinnern!
 
Ja das Leben in Tallinn ist hart.
 
(Is aber nicht mir passiert sondern Nejc! Der hat immer noch keine Erklärung dafür gefunden.)
 
 
Ansonsten gehts mir blenden, am Montag kommt Georg William Busch nach Tallinn und ich leb gleich neben der amerikanischen Botschaft. Juhu, da muss ich noch nen Pass beantragen, der blockiert die ganze Stadt. Aber was tut man nicht alles für die Sicherheit.
 
Is es bei euch allen eigentlich noch ziemlich warm? Ich bin ja überrascht wie warms hier noch is, sensationally!
(aber Sonne gibts trotzdem keine, also werd ich hier zum Jünger der Sonnenbänke)
 
Gruss und Kuss
Christoph
November 14

Ja, was macht den der Christoph immer so?

Nach längerem Aufenthalt in Estland ohne Computer, bin ich endlich wieder onlein und da mich schon viele gefragt haben, wanns mal
wieder was neues gibt auf meinem Blog, werd ich dies nun tun und die letzten Wochen zusammenfassen und natürlich die Highlights herauspicken:

Ich und die Uhrzeit:
Letzte Woche hats mich ordentlichst mit der Uhrzeit ghabt: Habe am Montag eine Prüfung um 16:30 ghabt (so jedenfalls hab ich geglaubt) nur war da irgendein anderer Kurs im Raum, ich also erbost nach Hause, und der Lektorin ein eMail geschickt. Die hat mir aber dann zurückgeschrieben, dass die Klausur eh erst um 17:30 is, ich soll doch noch kommen. Ja, wollt ich auch, war aber schon 18:30. Aber kein Problem, hab der Lektorin ganz, ganz liebe Augen gmacht und konnte die Prüfung dann am Dienstag nachholen (die ich im Übrigen superior bestanden habe). So, am Donnerstag derselben Woche bin ich von der österreichischen Wirtschaftskammer/Abteilung Estland zu einem Austrian Wine Evening eingeladen worden, sprich Heidemarie(Honorarkonsularin) und ich gehen einen heben. Und ich war mir soooo sicher, dass das um 9 Uhr abends anfangen sollte. Als ich dann aber um die Adresse nachschaute, stand da 19:00 und es war schon 8 Uhr am Abend. Da kriagst ja Füzläuse! Also, dann hab ich das dann auch geistig abgesagt und hab dann voller Frust Nejc angerufen.

geistige und sonstige Ergüße:
Wie in vorherigen Einträgen ja schon des öfteren erwähnt gehts mir hier notentechnisch ja superdruper! (soviel zu den geistigen Ergüßen).
Also um an vorher anzuknüpfen, hab dann Nejc angerufen, der mir versichert hat, dass wir bei Stefania, unserer Italienerin eingeladen sind um dann später ins "Privé" zu gehen. Nejc und ich sind dann auch noch ziemlich nüchtern ins Privé gegangen, wo unsere Namen schon auf der "Friendslist" vorzufinden sind. Also keinen Eintritt und solche Späße! Da es drin allerdings ziemlich leer war, abgesehen von Erasmusstudenten und der Russinnenclique, entschied sich der Barkeeper Nejc und mich ständig einzuladen. Gott sei´s gedankt und wir wurden dann von dem anwesenden Weibsvolk gestoppt und so kam es, dass ich seit nunmehr 3,5 Jahren das erste Mal wieder mir noch mal alles(wirklich alles) durch den Kopf gehen hab lassen müssen.

Men`s Night:
Nejc, Urmet und meine Wenigkeit haben ja beschlossen, dass wir mindestens einen Tag im Monat brauchen ohne die übliche weibliche Begleitung. Sind dann auch schnell von der frz.-norwegischen WG eingeladen worden um ein bisschen zu reden. Bei dieser Gelegenheit hab ich dann auch beschlossen nächstes Semester umzuziehen und zwar zu den zwei Französinnen um mein Französisch zu verbessern. (Frei nach dem Motto: Jetzt nu de Reblaus und dann sans wach!) Der restliche Abend verlief dann nicht so rühmlich, hab mich irrsinnig mit der kleinen Russin zerstritten (is "kleine Russin" eigentlich politisch korrekt? aber frei nach Borat nenn ich sie ja eh nurmehr "my russian slave".)

Beer House:
Um meinen Frust über Freitag zu überdenken luden mich Christoph und Nikolas zum Beerhouse ein. Als ich dann auf der Speisekarte "Brewed with Austrian Technology" gelesen habe, gings mir dann auch schon wieder erheblich besser. Jeglicher Kommentar überflüssig! (Bin aber vor Mitternacht am Samstag zu Hause gewesen!)

Für all diejenigen, die befürchten, ich könnte monogam werden, denen sei gesagt: Schau ma mal, aber schauts halt amal selber auf www.u-pop.ee/foto und dann soll mir noch einer sagen, hier könnte man monogam leben. Des scheint mir schier ein unmöglich Ding!
(Gerade gestern hat mich wieder so eine aus der Uni angeredet, ob ich im Jänner in Österreich sei, weil sie is auch dort. Und ich kann euch sagen: Holla, die Waldfee; die schaut gut aus!)
Mittlerweile hab ich ja auch die Befürchtung, dass die Frauen back in good old Austria mir dann überhaupt nicht mehr gefallen werden, so verwöhnt is mein Augenlicht.

Da ich jetzt schon so viele positive Kommentare über mein Blog erhalten haben, bin ich jetzt kurz davor mit meinem ersten Buch anzufangen. Titelvorschläge bitte in den Kommentaren posten! Auch Gastkommentatoren sind herzlichst eingeladen ein Kapitel über das studentische Leben zu schreiben. (Na, is das nicht eine gute Idee?!)

An meine Mutter sei hier gerichtet, dass das was ich hier schreibe, nur ein Auszug meiner Aktivitäten hier ist (wenn auch der lustigere), ansonsten bin ich ganz brav und lern viel und koch auch selber und bin überhaupt sehr anständig.

In diesem Sinne:
Keine Macht den Drogen,
i kenn die Leit,
i kenn die Ratten,
weust a Herz hast wia a Bergwerk,
Handkuss für die Damen,
Handschlag für die Männer,
es grüßt
euer Christoph

(PS: Hab das Bett kaputt gemacht! )

(PSS: neue Fotos sind onlein abrufbar: http://stoffalravishesestonia.my-pictures.at)
November 05

Update

All jenen, die mich und Kommunikation mit meiner vermissen, sei hier gesagt, dass derzeit mein Notebook ausser Betrieb ist.
Kommunikation ist dzt. nur via eMail möglich (stud.christoph.goetzendorfer@fh-kufstein.ac.at)
 
Ansonsten gehts mir gut, der Alkohol-Prüfungserfolgs-koeffizient liegt bei 100 %, soll heißen, schreib hier eine A+ nach der anderen.
 
S´Wetter hier ist, naja, interessant: zB heute isses wunderprächtig, fast kein Wind, Sonne und Schnee, aber wenn der Wind bläst, dann bläst er!!
Auch meine Winterdepression macht Fortschritte: hier isses um vier Uhr finster wie unter der Bettdecke!
 
So, werd jetzt mal einkaufen gehen, weil diese Atheisten hier ja keine Sonntagsruhe kennen, und lecker kochen,
 
und nie vergessen: Rot Weiß Rot bis in den Tod!
 
Kuss und Gruß an die Gemahlin,
Christoph
October 25

St.Petersburg und Christoph beim Botschafterempfang

Letzten Donnerstag gings ab nach Russland/St.Petersburg. Doch da bevor kamen einige Probleme auf uns zu: Da der Name Christoph Götzendorfer nicht wirklich ins Russische übersetzbar is, dauerte bei mir das Visum etwas länger als geplant, nämlich eine Stunde nach geplanten Abfahrtstermin. (zurückübersetzt heiß ich jetzt: Hristof Gezendorfer)
Das nächste Problem war dann bei der Grenze, denn mein Passphoto zeigt mich mit 15, und da hab ich halt erheblich anders ausgeschaut als jetzt. Aber irgendwie schafften wir es nach St.Petersburg, dauerte eh nur 11 Stunden für 350 km.
Das Hotel war naja ziemlich russisch, was die Zimmer angeht, aber die Hotelbar war formidabel!
Donnerstag gabs einen Ausflug ins nächtliche St.Petersburg, sprich: Bustour durch die Nacht und Lichter anschauen.
Freitag: Museen, Museen und hie und da eine Kirche
Am Freitag beschloss ich, brav wie ich bin, NICHT auszugehen, sondern noch ein, zwei Bier in der Hotelbar zu mir zu nehmen. Bin dann um halb 9 vormittags direkt zum Bus gegangen. Lustig. Samstag gabs dann noch das Bernsteinzimmer und noch mehr Museen.
Sonntags gings ab in die Kirche und dann heimfahren!
Conclusio:
 - St.Petersburg ist eine der schönsten Städte, und die Museen sind auch wirklich interessant.
 - Russen lieben Österreicher.
 - Jeder liebt Österreicher.
 
So, montags bin ich dann noch auf ein Bier mit der Kleinen, und am Dienstag stand was ganz was sensationelles:
Botschafterempfang!
Also ich rein in meinen Anzug und auf gehts. Zuerst kam ich mir ziemlich verloren vor zwischen all den Diplomaten, aber als die Bedienung dann mit dem Lenz Moser rausruckte, wurde die Stimmung sofort lockerer. Auf einmal kam nämlich eine ältere Dame auf mich zu und meinte nur ich sei so "beautiful". Ich stellte mich als österreichischer Austauschstudent vor, und siehe da, sie war die österreichische Honorarkonsularin, Heidemarie. Die stellte mich dann jeder, wirklich jeder Frau vor, die anwesend war und ich musste sie alle stilgerecht mit Handkuss begrüßen. "Christoph, this is the ambassador of Turkey? She is beautiful, isn`t she?",...
Dann zerrte sie mich auf jedes Foto und ich kam mir vor wie eine Trophäe. Sehr,sehr lustig. Heute hab ich in meinem Anzug sicher 20 Visitenkarten gefunden. Bin dann nach geschätzten 2,5 Liter Lenz Moser mit anderen österreichischen Austauschstudenten ins Hotel Imperial auf a paar Weizen um mich später bei Urska und Nejc auf der Couch wieder zu finden.

Heute wird noch der Geburtstag von Urska gefeiert,
aber dann gibts mal eine Pause, versprochen,
Christoph
(fotos sind online)
October 14

Kollektives Wegschießen

Sehr geehrte Leser,
mit Freude nehme ich Gratulationen für mein Blog entgegen. Aber was jetzt kommt schlägt alles!
(Mama, bin ma ned sicher ob du weiterlesen solltest!)

Also, ich beginn mal mit Donnerstag: Da meinte Andrea, ein Italiener (ja richtig, die heißen wie Frauen) er könne zur Musik von "Rocky" gegen mich boxen. Schwerer Fehler, der hat jetzt eine schöne Platzwunde. Is aber weiter nicht so tragisch, war ja nur Spass und wir haben uns gleich drauf wieder versöhnt.

Gestern, Freitag, hatte ich dann die Prüfung in "Estonian Language and Culture". War ganz okay, und ich bedanke mich hier ganz, ganz herzlich bei Moritz, der neben mir saß.

Wir einigten uns dann drauf, dass wir uns bei Nadia und Urmet (Nadia is aus Argentinien und Urmet ihr estnischer Freund) treffen sollten um ein bisschen zu feiern. Dieses "bisschen" feiern endete mit 5 leeren Wodkaflaschen à 1,5 l, die maßgeblich von Nejc, Urmet und mir geleert wurden. (die anderen tranken natürlich auch, aber ich zitiere: Aaaah, Sissies, forget about Sprite!)

Dann bekam wer einen Anruf und wir wankten dann ins Angel, einer Schwulendisko. (Da waren sogar unsere Namen auf der Liste.. wie die da hinkamen bleibt wohl ein Geheimnis). Also erstmal rein, war auch ganz nett, nur stieg mir der Wodka aber sowas von in den Kopf. Zum Glück war meine kleine Russin anwesend, die mich Gott sei Dank heimbrachte.
(Folgende Information sind aus zweiter Hand. Sie wurden mir heute von ihr mitgeteilt!)
Sind mitm Taxi heim. Dann sensationeller Dialog:
Ich: Can I ask you a really serious question?
Sie: Yeah, for sure.
Ich: Why is the banana yellow?
(keinen plan warum, es waren ja gar keine Bananen anwesend)

Nächstes Highlight: Christoph kam gleich nach uns in die Wohnung. Laut ihm brauchte ich den ganzen Flur um meine Schuhe auszuziehen. Als er dann im Bad war, stürmte ich dies mit den Worten: Christoph, Waschmittel, ich brauche Waschmittel.
(Das Waschmittel stand heute noch neben den Bett, keinen Plan warum ich das brauchte)

Am nächsten Morgen dann großes Erstaunen meinerseits: Jean schön ordentlich zusammengelegt (unvorstellbar in meinem Zustand), Leintuch irgendwo, Kopfkissen keinen Bezug mehr. Erklärung: Sie hat mich ausgezogen, weil ich das nicht mehr konnte. Das Kopfkissen und das Leintuch jedoch bleiben für immer ein Rätsel.

Dann bekam ich einen Anruf von Nadia und was die erzählte über Urmet und Nejc is der Hammer, da is meine Odysee ein Lercherlschaß dagegen.

Nadia kam ohne Urmet, der verschwunden war, in ihre Wohnung. Urmet war aber schon da. Nackt und schlafend lag er in der Dusche, die, jetzt kommts, an war, sprich deren Wohnung is komplett unter Wasser! Sensationel!
Sie also alles brav zusammengewischt und um sieben Uhr früh läutets an der Wohnung. Urska stand völlig aufgelöst da, sie hat Nejc, ihren Freund irgendwo verloren und sie hat keine Schlüssel. Also schlief sie bei Nadia. Am nächsten morgen schauten sie sich dann die Fotos auf den Digicams an und am Schluss war nur mehr Nejc´s entblöster Hintern abgelichtet. (REMEMBER: Wir waren in einer Schwulendisko!)
Was aus der ganzen Sache geworden ist, liegt noch im Dunkeln. Sowohl Urska und Nejc habe heute ihr Handy ausgeschaltet.
(Hoffe da is nix ärgers passiert, wäre schade um die Zwei)

Lektionen:
 - Wodka is der Teufel
 - Nejc is der Teufel
 - Danke für die Hilfsbereitschaft (gaaaanz sicher ohne Hintergedanken)

So, bei uns isses jetzt zehn Uhr, und heute bleib ich zu Hause auf der Couch. Versprochen.
ganz, ganz dickes bussal an die Heimat

Christoph (oder: smart little katastrofa)
October 10

Alkohol+Christoph+Prüfungen = SUPER

Vielleicht werden sich die Kufsteiner ja noch erinnern, dass ich die letzte Prüfung bei Herrn Kigner im Arabia bis 3/4 Uhr vorbereitet habe und diese dann mit ner 2 bestanden habe. Wer nun glaubt, dass kann man nicht mehr schlagen, dem sei nun folgendes gewidmet:

Wie berichtet hatte ich am Tag nach meinem Geburtstag eine Prüfung. Natürlich war ich noch nicht soo fit in der früh, also gings zuerst mal ins Hotel Imperial auf ein evtl. auch drei Weizen um dann die Prüfung zu schreiben. Was muss ich jetzt lesen???
30 von maximal 30 Punkten !!!! Und es gibts sogar etliche die durchgefallen sind!

Naturtalent oder wird der Schreibfluss durch Alkohol enthemmt? Ich weiß es nicht, aber ich freu mich sehr,sehr darüber

Bisous
Christoph
October 07

Die Frisur und der Kaiserschmarrn

Hab mir gedacht, gönnst dir mal was und gehst hier mal zum Friseur. Nachdem gleich einer neben der Uni is, wo draufsteht "International Coiffeur", hab i gmeint, de sprechen sicher English. Ich also rein und der des erklärt ("just a few blondes") und was macht sie? Färbt mir den ganzen Haarkamm hellblond! Sehr gewöhnungsbedürftigt, aber mittlerweile gehts. Die Reaktionen waren unterschiedlich, aber die meisten meinen, ich hab den "Bundesliga Haircut" nach Estland gebracht.

Am Donnerstag war dann "Day of the National Cuisine", wo jeder Spezialitäten aus seinem Heimatland zubereiten sollte. Während meine deutschen Mitbewohner Zwiebelkuchen machten (jeder weitere Kommentar überflüssig), versuchte ich mich erstmalig am Kaiserschmarrn der Dank heimischer Anweisungen echt gelungen ist. Da die Verkostung jedoch irgendwo anders in der Altstadt stattfand, konnte ich den Schmarrn (was heißt das jetzt auf Englisch? Emperors Mess?) nur mehr kalt kredenzen. Hat denen aber glaub ich auch so geschmeckt.

Sonst gibts nichts so spektakuläres zu berichten,
ausser, dass ich schon wieder ein bisschen krank bin,
babadschi
Christoph
October 01

21

Donnerstag wars soweit. Endlich 21. Das bedeutet an und für sich nichts, weil man ja mit 18 schon alles darf. Aber Burzeltag is halt Burzeltag und das ghört gfeiert. Nachdem der erste Teil der Woche krankheitsbedingt eher ruhig verlief, began ich am Donnerstag mein Abenteuer "Ich bin 21 - Hippi Hippi Hurra". Zuerst gings ab in eine Karaokebar, was sehr lustig war, und dann ab in den Club Hollywood, wo ich auf Grund meines Geburtstages grundsätzlich mit jedem trinken musste und so kam es, dass ich dann ins Taxi gefallen bin und Liivalaia 28 gelallt habe. Freitag war dann Estnischkurs, dann ab ins Hotel Imperial weil unbedingt a Weizen! Natürlich hatten die keine Weizengläser und ich musste denen zeigen, wie man Weizen richtig einschenkt. Dann noch schnell ab in d´Uni um eine Klausur zu schreiben. (Trotz der Geburtstagsfeiern gings mir erstaunlich gut bei dem Test.)
Da Olga dachte, ich hätte am Freitag Geburtstag musste ich dann nochmals mit den Russinnen feiern. Zuvor gings aber ab zu den Slowenen, die mir immer mehr ans Herz wachsen, und die kennen da so ein Trinkspiel...
So, dann aber ab ins Riff mit den Russinnen, die generell nicht (bis gar nicht) so reserviert sind wie die Esten, und feiern. Aber leider hat irgenwer  meine Handynummer an eine sehr, sehr aufdringliche junge Dame gegeben (die wo jetzt ned soo gut ausschaut), also bekam ich in einer Nacht ca. 15 SMS à la "Where are you?","Come in Hollywood. I need to see you now." und "Come here now and quick!".
Ich hab aber keine Zeit ghabt, weil ganz viel getanzt im Riff. Gut so. Bin dann irgendwann heimgekommen.
Samstag wollt ich dann ganz gemütlich auf der Couch verbringen, aber leider, leider schmiss Josh, unser George Michael Double, eine Party. So, also wieder ab zu den Slowenen mit den Russinnen, ein paar Schweizern, meinen Mitbewohner, einer Argentinierin, einem Esten, dann war da noch ein Deutscher mit seiner Freundin und dieses komische Spiel spielen. (Hab auch mein Russisch schon verbessert. Kann jetzt schon mehr sagen als "Ruki werch" (also: Hände hoch!))
Das Problem war dann nur, dass dann keiner mehr gewusst hatte, wo Josh wohnt. Irgendwie hat das auch geklappt und als wir ankammen war dort die Party schon voll am laufen. Aber nicht lange, weil die Polizei die Party gesprengt hat. (Ich glaub ja, gute Parties erkennt man daran, dass die Polizei sie auflösen muss.)
Die Meute entschied sich dann ins Privée zu gehen, wo wir gelernt haben, dass die Esten slowenische Kreditkarten akzeptieren. Als sich die Reihen lichteten blieb ich und meine Begleitung über und so kam es, dass ich wieder mal mit dem Taxi heim musste.
Was haben wir aus diesen Tagen in Tallinn nun gelernt?
- Russinnen können richtig feiern
- Slowenen sind super
- Argentinierinnen können kochen
- Die Polizei meinst beim ersten Mal nicht ernst. Das zweite Mal schon!
und das wichtigste: Wenn Russinnen telefonieren, tun sie dies laut und heftig und nehmen keine Rücksicht auf schlafende Österreicher, auch wenns erst 10 Uhr vormittags ist.

(PS: Fotos von Joshs Party sind online: stoffalravishesestonia.my-pictures.at)

In diesem Sinne,
brav bleiben,
es grüßt aus der Stadt mit dem heftigsten Wind,
euer Christoph
September 30

LASKLA!

So, bin grad vom fortgehen heimgekommen und dann hab i ma dacht: checkst amal die neuigkeiten und was muss ich lesen:
LASK 3 : 1 Schwauna

Supi, supi, des is de Spitze in der Tabelle! Danke Ivo!

(Ausführlichen Bericht über Geburtstagsfeiern in Estland gibts morgen, es gibt viel zum erzählen)

Gruß und Kuss
gute Nacht
Christoph
September 25

Saareema oder: Österreicher und das Meer

Dieses Wochenende gings ab nach Saareema, einer Insel z'Estland. Natürlich war ich der einzige, der es gewagt hat die Ostsee vor Ort auszuprobieren und ich kann euch sagen: Brrrrr, is das kalt! Deswegen muss ich jetzt auch die Couch hüten weil meine Bronchien ziemlich empfindlich reagiert haben. Ansonsten war der Ausflug spitze, haben viel gemacht für die Völkerverständigung!
Und Südtirol wurde mutig von mir von den Italienern zurückerobert!

Aber ich glaub ich mach mir jetzt besser noch einen Tee, als hier zu schreiben.
Hatschi, Christoph
September 24

zurück aus Saareema

So, Fotos sind online: www.stoffalravishesestonia.my-pictures.at

Bericht gibt`s später
gute nacht
September 17

Welcome Party im Cafe Moskva

Wurden am Freitag höchst offiziel begrüßt. Zuerst mit nem Sektempfang im Cafe Mmuah (ja, das heißt so) für die Erasmusstukadenten und denne gings ab ins Café Moskva. Und was sich dann dort anspielte, wird auf Grund von Vodka und Bier nicht mehr 1:1 erinnert.
Der Ablauf dürfte nach mehreren Zeugenaussagen ungefähr dermaßen von Statten gegangen sein:
Circa 23:30: Erreiche Café Moskva und treffe Schweizer, der Mitglied beim 1.FC Köln is
- " - 23:45: Der Türsteher will mir auf Estnisch klar machen, dass die Eintrittskarte auch ein Getränkegutschein is. Kein Erfolg!
- " - 23:50: Gaderobe is voll. Super.
- " - 00:05: Erstes Bier
- " - 00:10: Tanzen bis zum Umfallen
- " - 01:00: Bier und dann war da so nen Russin oder irgendwie so
- " - 01:05: lade die Russin (Name entfallen) auf Rum-Coke ein. Dauert eh nur 15 min zum bestellen
- " - 01:15: Russin verschwindet, lädt mich aber am nächsten Tag zu Pfannkuchen ein
so weit so gut. dann groooße Lücke,
gegen 02:00 versuche ich einer Französin klar zu machen, dass ich perfekt französisch spreche. Erfolg is eher dürftig.
glaube dann ernsthaft, der amerikanische Austauschstudent sei George Michael (sieht ihm auch verdammt ähnlich)
war dann anscheinend wieder auf der Tanzfläche, wo mich irgendeine anscheinend sehr unsittlich berührt hat. Konnt mich lt. Zeugen jedoch nicht mehr wehren.
Dann wollt ich glaub ich heim, bin also raus und dann war da so eine Russin, wohl Freundin von Russin No.1, die hat mich dann in ein Taxi gesetzt und dann sind wir heim. (Also sie zu ihr, und ich zu mir. Brav, gell!)
Anscheinend hab ich dann Hunger bekommen, weil ein Teller am nächsten Tag quer über den Boden zersplittert war.
Am nächsten Tag war ich dann auf jeden Fall nicht fähig an Pfannkuchen auch nur zu denken...

Heute dann ganz brav ins Gym und den bösen, bösen Restalkohol rausgeschwitzt.

Ad Selti (siehe Kommentar letzter Blogeintrag): Hab noch keine DigiKamera, werd dies dann aber zu gegebenen Zeitpunkt nachholen. An Motiven solls nicht mangeln.

Gruss und Kuss,
Christoph

September 11

1. Woche Uni um und dann auf den Putz hauen

Geschafft! Die erste Woche an meiner neuen Uni wäre vollbracht, was jetzt nicht so schwer is, da ich diese und die nächsten Wochen nur 3 Kurse habe. Vom Niveau sind die Esten jetzt nicht so hoch, dass ich nicht folgen könnte...
Da haben´s die Chinesen hier schon schwieriger! (Heut hat sich mir einer vorgestellt und ich meine, er hat gesagt er hieße Lothar. Komisch diese Chinesen, schauen alle aus als ob sie krank wären.)

Wenn die Woche um is, muss man das auch feiern. Und so gingen wir am Mittwoch (so ein kleiner Wochenteiler kann ja auch nicht schaden) in den Club Hollywood, der in etwa mit dem Empire zu vergleichen ist, aber das Publikum, hier vor allem das weibliche, is um einiges attraktiver als in heimischen Gefilden. Aber die sin soo reserviert, sobald die merken, dass man Englisch spricht, sind die weg und man steht da wie die Pik 7.
Des Rätsels Lösung is, dass die alle meinen, man sei Engländer oder Finne auf Sauftour in Tallinn und die wollen die nicht!
Für mich bedeutet dies, mich auf die Studentinnen zu konzentrieren, weil die ja wissen, dass ich ein bisschen länger hier bleibe.

Freitag und Samstag waren die Erasmusstudenten, hier vor allem Schweiz, Slovenien, Deutschland (ein bisschen), Norwegen (die schaut aus, ja leck mi), Italien, Schweden und vorallem Österreich, in meiner Person, in der Altstadt unterwegs und ich glaube zu wissen, dass die meinen ich sei Profitänzer! Alle so was von reserviert! Mit der Zeit werden sie aber von mir schon gebrochen und neugeformt! Is auch so die Anfangsnervosität von denen, so à la, ich komm jetzt an eine neue Uni und will mich von meiner besten Seite präsentieren. Solch Vorbehalte kenn ich natürlich nicht.

Im Alltagsleben wurden jetzt auch schon einige Probleme beiseite geräumt: So sind die Toiletten hier nicht mit eindeutigen Symbolen bekennzeichnet, sonder durch ein Dreieck, entweder nach oben oder nach unten gestellt. Für jeden, der auch nur halbwegs mit der weiblichen Anatomie vertraut ist, wird wohl ein Dreieck mit der Spitze nach unten, also in etwa ein "V", die Toilette für die Damen anzeigen. Nicht so für die Esten!
Is dann aber auch lustig von einer estnischen Klofrau angekeift zu werden, weil man für nen Spanner gehalten wird!

In diesem Sinne,
sauber bleiben,
Christoph

September 04

Liebes Tagebuch! Heute war ich zum erstenmal auf der Uni...

Und das is ja gar keine Uni, das ist ja ein Catwalk!

Habedere liebe Leser, leider kann mein photographisches Gedächtnis (noch) nicht auf dem Blog dargestellt werden, aber wenn doch würds aber abgehen hier. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was da so studiert. Ein Hammer! Hab mittlerweile aufgehört, die Einserfrauen zu zählen, hab aber erst eine gesehen, die überhaupt nicht geht und die is auf Austausch hier.

Was gibts sonst noch??
Die Lektoren scheinen hier doch einigermaßen Englisch zu sprechen, abgesehen von den rollenden Rs: Katri Kermer hört sich dann an wie Kotrrri Koerrrmerr oder so ähnlich.
Werd morgen, obwohl frei, mal zur Uni schauen (zu Kufsteinerzeiten ja ein unvorstellbar Ding) um ein paar Karten zu beantragen (ja, auch hier gibts Bürokratie)

Im Übrigen hab ich die Vorzüge von Grießbrei wieder entdeckt.
Schnell, nahrhaft, gut!

Gruß und Bussi aufs Bauchi
Stoffal